Tierheilpraktikerin Julia Schmitgen - Alternative Medizin für Tiere im Großraum Düsseldorf

Mit dem Hund auf Reisen…

Die schönste Zeit des Jahres ist für die meisten Menschen der Sommer. Dann geht es ab in den Urlaub. Egal, ob es in die Berge oder ans Meer geht, der Hund soll natürlich mit.
Aber haben Sie an alles gedacht?

Wenn Sie mit Ihrem Hund ins Ausland reisen wollen, müssen Sie natürlich zu allererst die Einreisebestimmungen des Urlaubslandes und aller dazwischen liegenden Transitländer beachten. Aktuelle Informationen hierzu erhalten Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Dazu gehören neben dem Nachweis über einen ausreichenden Impfschutz auch der EU-Heimtierausweis und ein implantierter Chip, der zweifelsfrei die Identität des Hundes nachvollziehbar macht.
Bitte kümmern Sie sich frühzeitig, denn für die Einreise in manche Länder muß ein ausreichender Schutz gegen Tollwut mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens drei Monate vor der Einreise nachgewiesen werden. Also mindestens 4 Monate vor dem Urlaub kundig machen!

Als nächstes sollten Sie die Reiseroute planen. Wenn Sie mit dem Auto reisen, planen Sie bitte ausreichend Pausen für sich und den Vierbeiner ein. Vielleicht gibt es auf der Strecke geeignete Gebiete zum Gassigehen, aber auch für die Versorgung mit Futter und Wasser müssen Sie Pausen einplanen. Je nach Länge der Fahrt sollten Sie sich auch nach Hotels oder Pensionen erkundigen, in denen Ihr Hund willkommen ist.

Und dann heißt es: Koffer packen!
Zur Ausrüstung Ihres Hundes gehören wie bei Ihnen die gültigen Reisepapiere (EU-Heimtierausweis, evtl. schriftlichen Nachweis über ausreichenden Tollwutschutz).
Daneben brauchen Sie eine Transportbox oder ein Geschirr zur Sicherung Ihres Hundes während der Fahrt. Vielleicht machen Sie es Ihrem Vierbeiner auch mit einer Decke im Auto ein bischen gemütlich.
Für die Dauer der Reise sollten Sie Näpfe, sowie eine ausreichende Menge Futter und vor allem Wasser mitnehmen und leicht erreichbar verstauen. Falls Ihr Hund an Unverträglichkeiten leidet oder auf Futterwechsel empfindlich reagiert, nehmen Sie entsprechend mehr Verpflegung für die gesamte Urlaubsdauer mit. Über die gewohnten Leckerchen und Snacks freut sich Ihr Hund natürlich ebenso.
An die Gassiausrüstung wie Geschirr oder Halsband und Leine denkt man meistens, da sie einem im täglichen Zusammenleben mit einem Hund geläufig sind. Aber haben Sie auch an Körbchen und Decken als Liegeplatz für Ihren Vierbeiner gedacht? Nicht zu vergessen ein wenig Spielzeug, damit der Hund sich auch bei Ihrer Abwesenheit beschäftigen kann.
Leider kommen Sie auch im Urlaub nicht um die Fellpflege herum. Packen Sie also auch Hundeshampoo, Handtuch, Bürsten und Kämme ein. Je nach Reiseziel macht die Mitnahme von Antiparasitika, also Mitteln zum Abhalten oder Abtöten von Parasiten, sowie eine Zeckenzange Sinn.

Manche Hunde sind krank und benötigen dauerhaft oder zumindest zeitweilig Medikamente. Denken Sie aber auch an eine kleine Reiseapotheke. Mittel gegen Reiseübelkeit, Insektenstiche, Erbrechen, Durchfall etc. gehören hier genauso rein, wie etwas Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen.
Und für den Fall der Fälle sollten Ihnen Telefonnummern und Adressen von Tierärzten oder Tierkliniken auf dem Weg und am Zierort vorliegen. Das spart Ihnen im Notfall Zeit und kann im Ernstfall Leben retten.
Und noch etwas: bitte lassen Sie Ihren Hund niemals alleine im Auto! Bei Sonnenschein wird es innerhalb kurzer Zeit extrem warm in Ihrem Wagen. Und schon Außentemperaturen ab 20°C können im Auto für Ihren Hund lebensbedrohlich sein (mehr zum Thema finden Sie auch bei Tasso unter dem Stichwort “Hunde im Backofen”).

Und jetzt? Schönen Urlaub!
Aber halt! Haben Sie nicht noch etwas vergessen? Wo ist denn Ihr Hund? Schon im Auto? Gut, dann kann’s losgehen!

(C) 2015 Julia Prang